Ein Spaziergang am Nekromanteio

Das Nekromantio gilt wohl als eines der herausragenden Kulturdenkmäler der Region. Als eines der wichtigsten Orakel im antiken Griechenland hatte es annähernd die gleiche Stellung wie zum Beispiel Delphi oder Dodona, erzählt jedoch seine ganz eigenen Geschichte. In diesem Totenoracel, wie der Name es schon vermuten lässt, nahm der Suchende Kontakt zur Unterwelt und  seinen Vorfahren auf.  Ein nicht ganz ungefährliches Unterfangen, nicht nur im spirituellen Sinn. Während der 30-tägigen Vorbereitungszeit wussten die Hüter des Orakels die beim Suchenden erwünschte Trance auch mit der verstecken Darreichung von Kreuzbohnen zu unter-stützen. Das Nekromanteio oder auch Nekromantio gesprochene Orakel soll der Sage nach auch von Odysseus aufgesucht worden sein um sich den weiteren Weg seiner Odysse voraussagen zu lassen. So wurden der Ort Mesopothamos, der Fluss Archeron als Fluss der Toten und das Nekromantion schon in der Antike bekannt.

Im Mittelalter wurde auf den Ruinen des Nekromantio dann eine Kirche errichtet. Erst die Ausgrabungen in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts brachten das Nekromantio mit seinem Labyrinth und der Krypta wieder zum Vorschein. Eine Ausgrabung an der ich als Judendlicher selbst teilgenomen habe.

 

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